Perry Rhodan: Das Rote Imperium – Band 2: Requiem für Druufon

Als die PAUKE ZUR MITTERNACHT vom Schlachtschiff der Präfidatin Farashu Perkunos abgefangen wird, scheint eine Konfrontation unausweichlich, da sie zusammen mit einer kleinen Flotte des Roten Imperiums eine unüberwindliche Übermacht bildet. Dennoch gelingt es Perry Rhodan, Finan Perkunos, Wiesel und einigen Anjumisten mit einem Beiboot in die Knochenstadt zu gelangen, um Farashu zu bekämpfen. Obwohl zahlreiche Rhodan-Doubles dem Gegner das Leben schwer machen, gelingt es der Tochter ihren Vater dingfest zu machen. Doch Rhodan wirft sich in die Schussbahn, wobei er den Tod findet. Davon ist Farashu so geschockt, dass sie paralysiert ins Beiboot geholt werden kann. Nachdem Rhodans Körper geborgen und wiederbelebt wurde, fliehen die Überlebenden mit dem Beiboot. Die PAUKE wird jedoch zerstört.

Die Gruppe in dem Beiboot flieht zu einem ausgehöhlten Mond im Leerraum mit dem Namen Silap Inua. Hier soll sich Rhodan von seinen Strapazen erholen, doch es bleibt ihm nicht viel Zeit. Zwar ist Farashu äußerlich handlungsunfähig, dennoch gelingt es ihr, Kontakt mit der Quantronik der Fluchtstation aufzunehmen. Diese entwickelt ein Gegenmittel, woraufhin die Präfidatin wieder aktiv werden kann. Sie bricht aus, verwüstet die Station und kann entkommen. Perry versucht ihr zu folgen, wird aber dabei verletzt und verliert das Bewusstsein. Nachdem er in einer Fluchtkapsel wieder zu Bewusstsein kommt, erfährt er, was in der Zwischenzeit geschehen ist: Die Fluidome der beiden anderen Präfidatinnen sind aufgetaucht und Silap Inua wurde vernichtet. Wieviele der Anjumisten entkommen sind, ist unklar.

Das neue Ziel ist eine Intropole auf Druufon, in der man sich Hilfe von den einstigen Herren von Rotheim erhofft. Außerdem wollen die Anjumisten versuchen, auch andere Völker aus dem Roten Universum gegen das Rote Imperium zu mobilisieren. Keine leichte Aufgabe, denn die Übermacht scheint nicht nur technisch weit überlegen. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die weitere Erforschung des Transpatheins, die von Kingris Inna durchgeführt wird. Zwar gab es auf Silap Inua bereits einen Zwischenfalls, bei dem ein Symbiont entkam, aber dennoch will sie die Forschung weiterführen. Nach einigen Tagen im All wird die Fluchtkapsel von einem Druufraumer aufgenommen. Sein Ziel ist der Welt Depura Dengko, die vom Roten Imperium vor kurzer Zeit besetzt wurde. Die Invasoren haben die Bevölkerung versklavt, um an ihr grausame medizinische Experimente durchzuführen. Aber auf Depura Dengko befindet sich auch ein geheimer Stützpunkt der Anjumisten, der immer über eine Transmitterverbindung zu einer Intropole verfügt. Außerdem wird dort auch eine Substanz namens Psytropin hergestellt, über die Perry allerdings noch nichts in Erfahrung bringen kann. Während Kingris Inna ihre Forschungen an Bord des Druufschiffes fortsetzt, begeben sich Rhodan, Finan Perkunos und Wiesel mit einem Transmitter nach Depura Dengko, um die Intropole aufzusuchen. Dort kommt es zum Wiedersehen mit der Erzbischöfin Suleima Laurentia III. Sie verschwindet kurz nach Rhodans Ankunft schnell, um dem Generalgouverneur der eroberten Welt zu verraten, dass sich der ehemalige Großadministrator hier befindet. Sofort machen sich die Schergen des Roten Imperiums auf den Weg, um Rhodans habhaft zu werden…

Oft ist es ein undankbarer Job, den Mittelteil einer Trilogie zu schreiben. Christian Montillon macht das Beste daraus, wobei er deutlich einen Gang gegenüber seinem Vorgänger zurückschaltet. Vor allem die allzu absonderlichen Szenen aus „Die fossile Stadt“ findet man hier weniger. Stilistisch ist an dem Roman nichts auszusetzen, denn der Autor bemüht sich, dem abstrusen Exposé etwas Reiz abzugewinnen. Dies gelingt ihm über weite Strecken auch ganz gut. Der leichtgängige Erzählfluss weiß zu gefallen, ist aber nicht ganz so intensiv wie man ihn sonst von Montillon kennt. Auffallend ist allerdings, wie sehr Perry Rhodan im Verlauf des Romans an Bedeutung verliert. Eher scheint er als Bindeglied zwischen den verschiedenen Handlungsebenen zu dienen, wobei die zahlreichen Bewusstseinsverluste und sogar sein Tod recht hilfreich sind. Klar, Perry ist nicht aus Zucker, aber eine solche Behandlung hat er nicht verdient. Ebenfalls auffallend ist die schwindende Bedeutung von Wiesel. Von Thurner im ersten Roman noch groß eingeführt, verblasst er hier immer mehr zur Bedeutungslosigkeit, wobei seine Schilderung sehr erheblich von der aus dem ersten Roman abweicht. Etwas bitter sind allerdings die diverseren Plot-Holes, die über den ganzen Roman verteilt sind. Wieso, beispielsweise, gelingt es den Druuf, eine Transmitterverbindung zu einer mit einem Energieschirm gesicherten Intropole aufrecht zu erhalten?

Requiem für Druufon macht über weite Strecken schon Spaß, aber Christian Montillon fährt zu keiner Zeit zu seiner Höchstform auf. So wird solide Unterhaltung geboten, die allerdings nicht mehr als ein Bindeglied zwischen dem ersten und dem dritten Band ist. Wirklich schade.

Perry Rhodan – Das rote Imperium
Band 2 :
Requiem für Druufon
von Christian Montillon
erschienen im Heyne Verlag im Januar 2009
ISBN: 978-3-453-52498-9
Umfang: ca.410 Seiten

Die Rezension erschien erstmals im Perry Rhodan Jahrbuch 2009

 

 

 

 

 

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